Montag, 26. September 2016

Linn Klimax DS und DSM Katalyst

Katalyst steht für Linns vierte DAC Generation. Die DAC Struktur wurde komplett überarbeitet. Zum ersten Mal kommt eine ultrastabile Eingangsreferenzspannung zum Einsatz. Weitere Verbesserungen betreffen die interne Datenoptimierung, eine nochmals verbesserte Master Clock, mehrere neue unabhängige Spannungsversorgungen für die einzelnen Stufen sowie eine neue analoge Ultra Low Noise Ausgangstreiberstufe...

Sonntag, 25. September 2016

Swisscables reference IC direct oder „Klingen Kabel mit Luft auch luftiger“

Ein Beitrag von Rainer Götz

Swisscables fertigt seine Kabel in Entlebuch nahe des Schweizer Nationalparks und des UNESCO-Biosphärenreservats. Eine logische Verbindung für die Verwendung von natürlichen Materialien ist somit schon vorgegeben.

Swisscables hat sich intensiv mit dem technischen Aufbau von Lautsprecher-, NF- und Netz-Kabeln beschäftigt und dabei im besonderen die auftretenden MDI-Verzerrungen durch die verwendeten Polymerisolatoren bei der Kabelherstellung im Auge. Die Schweizer umgehen MDI-Verzerrungen durch die Verwendung von Leitern aus Naturfasergewebe. Luft dient somit weitestgehend als Dielektrikum (elektrisches Feld). Von anderen Herstellern bevorzugte Materialien wie Teflon werden hier aus klanglichen Gründen vermieden. Ebenso wird der Einsatz von Metall auf ein Mindestmaß reduziert.

Wer sich über die technischen Eigenschaften informieren will, den verweise ich auf das „whitepaper“, zu finden auf der Website des Herstellers oder den Test im Internet-Highend-Magazin „HiFi-Statement“ unter http://www.swisscables.com/reviews/german.pdf.

Beim Auspacken des Kabel fällt in der Tat zunächst auf, dass die mir von Oliver Wittmann zur Verfügung gestellte asymmetrische NF-Verbindung des Typs reference IC direct sich – im Gegensatz zur optischen Erscheinung – sehr leicht und flexibel präsentiert. Optisch veredelt wird das Kabel von Cinchsteckern mit Holzummantelung. Nussbaum, wenn ich richtig sehe. Die Laufrichtung ist eindeutig gekennzeichnet, ebenso links und rechts durch dezente rote oder schwarze Ringe. Das reference IC direct ist aus klanglichen Gründen ungeschirmt aufgebaut, was der Herstellerempfehlung entspricht. Es ist aber auch eine geschirmte Ausführung unter der Bezeichnung reference IC protect lieferbar, die Swisscables in erster Linie für den Einsatz im Phonobereich empfiehlt.

Wegen der für enge Buchsenabstände leider zu groß geratenen Cinchstecker konnte ich das Kabel nur für zwei unterschiedliche Verbindungen problemlos einsetzen. In meiner Zweitanlage von einer passiven Concordant Audio Excelsior Vorstufe zu einer Mark Levinson Endstufe ML 29. Es ersetzte hier ein etwa gleich teures Kabel eines süddeutschen Herstellers. Das Swisscables klang in der Tat unwahrscheinlich offen, frei und gelöst, wie ich es in dieser Kombination noch nicht gehört hatte.

Im Prinzip eine klare Empfehlung. Allerdings war – wahrscheinlich bedingt durch die fehlende Abschirmung – ein ganz leiser Brummton wahrnehmbar. Wie bei allen ungeschirmten Kabel kann man versuchen, durch geschickte Aufstellung (also weg von Netzkabeln, Trafos usw.) Nebengeräusche zu beseitigen. Sonst wäre der Umstieg auf die geschirmte Variante eine Option. Ein guter Fachhändler wie Oliver Wittmann ist hier ein wichtiger Partner. Er kennt aus seinem riesigen Erfahrungsschatz die richtigen Montageoptionen oder – wenn es gar nicht geht – schlägt den Austausch auf eine geschirmte Variante vor.

Der zweite Versuch war eigentlich etwas unfair. Ich hatte vor einiger Zeit die Möglichkeit, ein extrem teures japanisches Silberkabel für einen gerade noch für mich bezahlbaren Preis gebraucht zu erstehen. Als Neuware hätte ich mir dieses Kabel mit seinen Reinsilberleitern und versilberten Steckern nie leisten können. Gegen diese Verbindung habe ich dann eine Woche lang das Swisscables reference IC direct gehört, und ich muss sagen, dieses mit EUR 1.075,- für die 1,5 Meter-Verbindung in der Preisliste stehende asymmetrische NF-Kabel schlägt sich ganz hervorragend. Wieder fällt das offene und freie Klangbild in Verbindung mit der Präzision bei der Darstellung von Instrumenten und Stimmen auf. Das war mit geringen Abstrichen – je nach Musik subjektiv irgendwo zwischen 10 und max. 20 Prozent – verdammt nah an dem teuren Silberkabel dran. Das reference IC direct spielt also tatsächlich in der „Ersten Liga“. Wenn man sich vergegenwärtigt, welche Preise international für Top-Kabel aufgerufen und bezahlt werden, bin ich fast versucht, hier sogar von einem Sonderangebot zu reden.

Auch hier gilt wieder: Viel Sorgfalt beim Verlegen des Kabels hinter der Anlage verwenden. Es kann unter Umständen wieder zu Einstreuungen und einem leichten, kaum hörbaren „Brumm“ kommen. Oliver Wittmann hilft im Zweifelsfall weiter und leiht auch ein Kabel mal über ein Wochenende aus. Sie müssen dann auch keinen Artikel darüber schreiben, so wie ich es wollte ;-)

Fazit: Hochinteressantes, noch bezahlbares Kabel. Nicht für Alle und Jeden (Stichwort großer Stecker, fehlende Abschirmung). Aber dort, wo es passt, da spielt es ganz vorne mit und kann Verbindungen, die ein Mehrfaches von Swisscables kosten, arg in Bedrängnis bringen.

Montag, 19. September 2016

Rega Planar 3

Der Planar 3 von Rega ist der Nachfolger des RP3. Er ist komplett runderneuert, mit so vielen Verbesserungen, dass man hier schon fast von einem RP4 sprechen könnte. Geblieben sind nur die bewährte Basis, der laufstarke Motor – darüber hinaus wurde im Grunde alles optimiert oder neu konstruiert. Der Planar 3 hat beispielsweise schon den neuen Tonarm RB 330 – mit neuem Lagergehäuse, verbesserter Antiskating-Funktion und Niederkapazitäts-Innenverkabelung.

Darüber hinaus stand bei der Entwicklung zum Planar 3 alles im Zeichen höherer Laufruhe und größerer Stabilität. Überall wurden – nicht viel, aber an genau den richtigen Stellen – zusätzliche resonanzmindernde Maßnahmen getroffen. Die Zarge selbst und die Verstrebungen wurden effizient verstärkt, das Messinggehäuse für das Lager noch präziser gearbeitet und auch die neuen Füße des Planar 3 auf perfekte Energie-Ableitung hin optimiert. Und dann sieht der Planar 3 mit seinem neuen Acryl-Finish auch noch einmal ein ganzes Stück edler aus ...mehr

Sonntag, 18. September 2016

Lindemann musicbook

Die neuen Lindemann musicbooks DSD sind eingetroffen:

musicbook:10DSD

In den Lindemann musicbooks kommen modernste Technologien und Bauteile zum Einsatz, die es ermöglichen, großes High End in ein smartes Gehäuse zu verpacken. Trotz der kompakten Abmessungen bieten sie umfangreiche Anschlussmöglichkeiten und einfache Bedienung mit der mitgelieferten Fernbedienung oder über die komfortable App mit verschiedensten Tablets und Smartphones.

Sie verblüffen mit einer feinen, räumlichen, sehr analog klingenden Wiedergabe. Das Klangbild ist natürlich, offen und ohne jede Kompression oder Härte. Die Töne haben viel Luft zum Atmen und klingen wunderbar aus.

Wir haben alle Lindemann Geräte in unserem Studio in Stuttgart sowie auch in unserem Terminstudio in Isny im Allgäu exklusiv in der Vorführung. Wir freuen uns auf Ihren Besuch...

Samstag, 17. September 2016

Linn LP 12 - die Legende

Seit über 40 Jahren baut Linn den LP 12, eine Ikone der Analogtechnik. Damit ist der LP 12 weltweit das längste noch in Produktion befindliche HiFi-Produkt - und nach wie vor die Referenz, an der sich alle anderen Plattenspieler messen lassen müssen.

Den LP 12 gibt es in drei Ausbaustufen:

Freitag, 16. September 2016

Octave Audio

70 km von uns entfernt, in Karlsbad, befindet sich der Firmensitz von Octave Audio. Hier entwickelt und fertigt Andreas Hofmann mit seinem Team seit 30 Jahren feinste Röhrenverstärker. Er ist im Lauf der Jahre immer mehr zu der Überzeugung gelangt, dass nur durch den unterstützenden Einsatz von Halbleiter-Bauelementen das Maximum aus Röhren herauszuholen ist. Damit verbindet er in genialer Art und Weise die Vorteile von beiden Welten. In enger und partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Team von Octave freuen wir uns sehr, Ihnen diese klanglich und technisch überragenden Geräte exklusiv anbieten zu können ...mehr

Dienstag, 13. September 2016

Brinkmann Balance

Das schwerste Laufwerk von Brinkmann ist ein Dauerläufer und durch nichts aus der Laufruhe zu bringen. Seit 1985 verbindet das Balance zeitlose Schönheit mit höchster Klangqualität und einer perfekten Verarbeitung. An der Grundkonzeption und am Design wurde in all den Jahren nicht viel verändert – in bester Brinkmann-Manier wurde das Balance jedoch konstant weiterentwickelt und klanglich optimiert. Es dient bei zahlreichen Fachzeitschriften als Referenz-Laufwerk und hat viele Auszeichnungen erhalten ...mehr

Sonntag, 11. September 2016

EMT JPA 66

Mit dem Phono-Vorverstärker EMT JPA 66 steht dem anspruchsvollen Nutzer ein äußerst vielseitiges Gerät mit 4 Phono- und 2 Line-Eingängen zur Verfügung. Es verbindet innovative Technik mit höchster Musikqualität und ist sehr einfach und intuitiv bedienbar. Die Technologie des JPA 66 vereint zudem etliche völlig neu entwickelte Schaltungs-Konzepte mit bewährten, aus der Rundfunk- und Studiopraxis übernommenen Applikationen.

Der JPA 66 genießt bei Musikliebhabern, Musikschaffenden sowie bei der internationalen Fachpresse allerhöchste Anerkennung und hat bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Er steht exklusiv in unserem Terminstudio in Isny im Allgäu zur Vorführung bereit ...mehr

Freitag, 9. September 2016

Thales - Analog vom Feinsten

Thales, das heißt: Analoge Meisterwerke von Micha Huber aus der Schweiz. Ein Traum in Musikalität und feinmechanischer Finesse. Klingt nach richtig großem Equipment, kommt aber ziemlich zierlich daher. Wie schreibt doch Matthias Böde von Stereo so schön: „Puristisch auftreten und berauschend aufspielen“. Das trifft es auf den Punkt. Super clever gemacht von einem wirklichen Könner. Die Produkte von Micha Huber verdienen unsere allerhöchste Anerkennung und unsere ganz besondere Empfehlung. Vorführbereit in unseren Studios in Stuttgart und Isny im Allgäu ...mehr

Sonntag, 4. September 2016

Electrocompaniet ECI 6DX

Der ECI 6DX ist mit der neuesten, eigens von Electrocompaniet entwickelten Streaming Platine bestückt. Klanglich setzt sich diese deutlich vom Vorgänger ab und bietet darüber hinaus noch weitaus mehr Möglichkeiten und eine noch einfachere Bedienung. Der Verstärkerzug des ECI 6DX basiert auf dem schon fast legendären ECI 5 MKII. Für diese neueste Version wurde der Verstärker im Netzteil nochmals leicht überarbeitet und verbessert. So arbeiten jetzt zwei getrennte Stromversorgungen für die positive und die negative Halbwelle in der Vorstufe.

Wie schon der ECI 5 MKII begeistert auch der ECI 6DX durch seine feine, hochmusikalische Spielweise. Fazit: durch die digitalen Eingänge noch universeller - das ideale audiophile Steuergerät für den anspruchsvollen Musikliebhaber ...mehr

Samstag, 3. September 2016

Avantgarde Acoustic TRIO XD - hot and horny im Allgäu

Ein Beitrag von Rainer Götz

Am 8. und 9. Juli 2016 lud Oliver Wittmann zu einer ganz besonderen Veranstaltung in sein Terminstudio bei Isny im Allgäu ein. Den trotz Wärme und Stau – Ferienbeginn in NRW – angereisten Besuchern wurde in der Tat etwas ganz außergewöhnliches präsentiert. Wann, außerhalb der Highend in München und deren kompromissbehafteten Vorführungen in akustisch nicht optimalen Räumlichkeiten, hat man schon mal die Möglichkeit, einen Hornlautsprecher von den Dimensionen der Avantgarde Acoustic TRIO XD optimal zu hören.

Doch zunächst zu den Zuspielern: Für die digitale Seite wurde der Electrocompaniet EMC-1 MKIV und ein Linn Klimax DS Streamer eingesetzt. Über beide Geräte wurde hier im Blog schon mehrfach berichtet, so dass ich mir weitere Ausführungen an dieser Stelle sparen kann. Auf der analogen Seite kam das bewährte Firebird-Laufwerk von Dr. Feickert Analogue zum Einsatz.

Als Tonarm eine weitere Besonderheit: Dietrich Brakemeier ist zurück. Der Autor des Buches über die Living Stereo-Serie der RCA und Verantwortlicher hinter dem mächtigen Apolyt-Laufwerk und den Verstärker-„Trutzburgen“ Calyx und Argonaut bietet unter dem Namen Acoustical Systems zwei Tonarme, MC-Systeme und ein Justage-Set an. Oliver Wittmann hatte sich für den 10-Zoll-Arm AQUILAR entschieden, der in Verbindung mit dem hauseigenen Tonabnehmersystem Archon natürlich sehr gut harmonierte.

Für die Phono-Vorverstärkung und Entzerrung war die „State of the Art“-Phonostufe EMT JPA-66 im Einsatz. Eine über jeden Zweifel erhabene Wahl. Auf Ausstattungsdetails will ich hier nicht eingehen, sondern verweise auf diverse Quellen im Internet, die sich mit dieser Ausnahme-Vorstufe beschäftigen.

Die Vor- und Endverstärker kamen von Avantgarde Acoustic, die Typen XA Pre und XA Power. In beiden Fällen Transistorverstärker, die weitgehend im Class A-Betrieb arbeiten. Da die TRIO XD durch den hervorragenden Wirkungsgrad von 109 db für 1 Watt auf 1 Meter Entfernung nur geringe Verstärkung benötigt, war das eine ideale Wahl. Leistungsreserven stehen also im Überfluss zur Verfügung. Wer eine sehr hochwertige Vor-/Endstufen-Kombination sucht, sollte sich XA-Pre und XA-Power auch unabhängig von Hornlautsprechern mal anhören. Mit 2 x 150 Watt Ausgangsleistung sind diese auch problemlos in der Lage, „herkömmliche“ Lautsprecher zu Höchstleistungen anzutreiben.

Rein optisch sind Vor- und Endstufe ein deutliches Qualitätsstatement. Butterweich laufende Regler, satt klickende Schalter und Gerätechassis, die an Solidität kaum zu überbieten sind. Avantgarde Acoustic macht dies nicht zuletzt, damit auch bei hohen und höchsten Lautstärken der Hörner keine unerwünschten Schwingungen die Verstärkerelektronik beeinflussen. Es ist zudem ein sinnliches Erlebnis, diese Verstärker zu bedienen. Ein Statement auch für den Qualitätsanspruch von Avantgarde Acoustic und eine hervorragende Werbung für „Made in Germany“.

Freitag, 2. September 2016

Dr. Feickert Woodpecker

Dr. Feickert Woodpecker mit Jelco 12 Zoll Tonarm, Arche Headshell von acoustical systems und EMT TSD 75 Grammy Edition, neu aufgebaut, perfekt justiert, ab sofort zu hören in unserem Terminstudio in Isny.

Unsere Empfehlung für alle Besitzer eines Jelco Tonarms: Arche Headshell von acoustical Systems - wir waren verblüfft über die enorme Klangsteigerung gegenüber dem Standard-Headshell.

Donnerstag, 1. September 2016

Analogwerkstatt in unserem Allgäuer Studio

Ein Blick in die neue Analogwerkstatt in unserem Terminstudio in Isny im Allgäu: Mit feinsten Messwerkzeugen, Schablonen, Lupen, Lampen etc. und einer hochkarätigen Abhöranlage können wir ab sofort alle Service- und Justage-Arbeiten auf höchstem Niveau durchführen.

Wir legen dabei besonderen Wert auf absolute Präzision. Auch kleinste Fehlstellungen um wenige 1/10 mm sind sofort hörbar und mindern das klangliche Ergebnis. Höhere Verzerrungen sind die Folge.

Aber wir verlassen uns dabei nicht nur auf die Messwerte. Zum Beispiel erfolgt die Feineinstellung von Antiskating und Auflagekraft mit Musikbeispielen die wir aus dem Effeff kennen. Hier verlassen wir uns auf einen generalüberholten Kenwood KA-907, eine Legende aus den 1970er Jahren.

Wir bieten diesen Service für alle Marken an und freuen uns auf Ihre Terminvereinbarung, natürlich auch in Stuttgart...

Montag, 18. Juli 2016

AFI flat. Schallplattenbügler


Der Audio Fidelity Improvement flat. ist ein vielseitig einsetzbarer Plattenbügler der neuesten Generation. Aufgrund einer neuen Heizfolientechnologie ist er gleichermaßen für Vinyl LPs, Maxis und Singles geeignet. Der Einsatz von speziellen Flat-Mats in Verbindung mit der hochwertigen Regelelektronik sorgt für eine äußerst gleichmäßige Wärmeverteilung und damit für exzellente, bisher nicht erreichte Bügelergebnisse.

Die sehr einfache Bedienung erfolgt über vorgegebene Programme. Mit dem Standardprogramm werden die meisten Verwellungen von Vinyl LPs zuverlässig entfernt. Fortgeschrittene können über das Expert Menü mehrere Verfahrensparameter flexibel einstellen.

Eine weitere Besonderheit des flat. stellt das Relaxation Programm dar. Mit diesem Programm ist das sog. „Tempern“ möglich. Die Vinylplatte wird dabei sehr langsam, gleichmäßig und kontrolliert erwärmt und ebenso wieder abgekühlt. Diese thermische Entspannung führt in den meisten Fällen zu einer deutlich hörbaren Klangsteigerung der Schallplatte ...mehr

Donnerstag, 14. Juli 2016

Music Day Juni 2016 - Revival der Avantgarde UNO XD

Ein Beitrag von Rainer Götz

„A bisserl was geht immer.“
(Monaco Franze 1983)

„Da geht noch mehr.“
(Oliver Wittmann 2016)

Jüngeren Lesern, die mit „Monaco Franze“ nichts anzufangen wissen: Dies war eine Kult-Fernsehserie von Helmut Dietl. Monaco Franze, der philosophierende „Stenz“ (Mundart für Münchner kleinbürgerlicher Aufschneider) aus der Vorstadt, der Midlife-Crisis-geplagt spielerisch-respektvoll mit jüngeren Frauen flirtet. Und doch längst sein Herz an „Spatzl“, eine gutbürgerliche Antiquitätenhändlerin verloren hat, die ihn an der langen Leine hält. Bei YouTube können ganze Folgen angesehen werden. Viel Spaß!

Beim Wittmann Music Day im April stand die Avantgarde UNO XD bereits im Mittelpunkt und setzte sich gut in Szene. Wer nachlesen will, findet hier im Blog den entsprechenden Artikel. Aber Oliver Wittmann war der Meinung, dass die Uno XD noch mehr Potential hat und „werkelte“ mit der Aufstellung im Raum sowie der Einstellung des Subwoofers. Dank DSP kann die Uno XD im Bassbereich ja sehr feinfühlig an die akustischen Gegebenheiten angepasst werden. In Gesprächen mit Andreas Hoffmann von Octave Audio wurde zudem die Idee entwickelt, eine Octave RE 320 bestückt mit KT 88 Gold Lion und einer speziellen, auf die UNO XD hin optimierten Ruhestromeinstellung einzusetzen.

Als Zuspieler diente der bewährte Thales TTT Slim mit EMT-System als Plattenlaufwerk. In dem Artikel über den Music Day vom Mai 2016 habe ich diesen schon beschrieben, so dass ich hier nur einen Verweis anbringe. Der Linn Klimax DS Streamer stand für Musik aus dem Netzwerk und vom Streamingdienst TIDAL (natürlich die HiFi-Variante mit 16 Bit und 44,1 kHz) zur Verfügung.

CDs wurden über den brandneuen Electrocompaniet EMC-1 MKIV abgespielt. Der Player wurde gerade auf der Highend in München der Öffentlichkeit vorgestellt. Wie seine Vorgänger bei Electrocompaniet wieder ein Top-Lader, der ausschließlich für die CD-Wiedergabe optimiert wurde. Also keine DVD-, Blueray- oder SACD-Wiedergabe, keine Digital- oder USB-Eingänge, dafür CD-Wiedergabe auf höchstem Niveau und sogar zwei digitale Ausgänge für externe Wandler, falls ein Einsatz „nur“ als CD-Laufwerk jetzt oder später geplant ist. Dies macht den EMC-1 MKIV letztlich zukunftssicher. Erste Testberichte gibt es in der aktuellen Ausgabe von „image hifi“ und auf der österreichischen Website von Sempre-Audio.